Update Covid Impfregister der DGRh

Im Infobrief 1-2021 haben wir zur Teilnahme am Impfregister der DGRh aufgerufen. Hier werden Patienten mit rheumatischen Erkrankungen erfasst, die eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben. Hierzu hat die DGRh nun ein Update veröffentlicht, in dem die bisherigen Ergebnisse ersichtlich sind. 

Die Umfrage für das Impfregister läuft noch und wir wollen Sie hiermit nochmals zur Teilnahme aufrufen. Ihre Daten werden anonym erfasst. Nur wenn so viele wie möglich teilnehmen, wird das Ergebnis am Ende auch repräsentativ. Einen QR-Code Link zur Teilnahme finden Sie in der Grafik auf der rechten Seite und einen Link weiter unten im Text.

Update Covid-Impfregister

November 2021

09.11.2021

Bis zum 01.11.2021 haben bereits 2143 Personen teilgenommen. Der Großteil der Registrierten ist weiblich (78,4%) und stammt überwiegend aus den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die Hälfte ist zwischen 40-59 Jahre alt und jeder dritte ist zwischen 60-79 Jahre alt. 21,0% zählen zu den unter 40-jährigen.

Zu den häufigsten eingenommenen antirheumatischen Medikamenten zählen neben MTX auch Kortison und TNF-Inhibitoren. Jeder zwölfte nimmt keine antirheumatischen Medikamente zu sich. Jeder zweite der Registrierten gab an, die Diagnose Rheumatoide Arthritis zu haben, gefolgt von den Diagnosen Arthrose (18,4%) und Psoriasis Arthritis (16,6%), wobei auch Mehrfachnennungen möglich waren. 69,1% erhielten bei Erstimpfung den Impfstoff von Biontech/Pfizer und jeder fünfte den Impfstoff von AstraZeneca. Jeder elfte erhielt die Impfung von Moderna und 18 Personen wurden mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft.

Die drei häufigsten Nebenwirkungen waren Schmerzen an der Einstichstelle (70%), Müdigkeit (42%) sowie Kopfschmerzen (31%). Jeder sechste gab an, keine Nebenwirkungen nach der Covid-19-Impfung gehabt zu haben. Als schwerwiegende Nebenwirkungen wurde bei einer Person ein Ponsinfarkt erfasst, zwei Personen hatten einen Herpes Zoster und drei Personen eine Thrombose. Die Entzündungsaktivität nach der Covid-19-Impfung hat bei 15,4% zugenommen, wobei die durchschnittliche Stärke des Schubes mit 5 (Skala 0-10) angegeben wurde. Die Anpassung der Immunmodulation erfolgte daraufhin bei 55% der Betroffenen. 6% der Personen mit Schub erhielten eine neue Immunmodulation und 5% eine neue Kombinationstherapie.

Finden Sie hier die veranschaulichten Daten als Präsentation.

COVID-19-Impfung & Rheuma
Liebe Patientinnen und Patienten, Sie leiden an Rheuma & sind bereits geimpft?
Teilen Sie Ihre Erfahrungen zur COVID-19-Impfung mit uns und helfen Sie uns, weitere Erkenntnisse aus der Pandemie zu gewinnen. Wir begleiten Sie über einen Zeitraum von ca. 12 bis 24 Wochen (abhängig vom Impfstoff) mit kurzen Umfragen.
Eine letzte Umfrage folgt nach 12 Monaten.
Zur Umfrage gelangen Sie über den QR-Code oder den Link: https://www.covid19-rheuma.de/patienten-information-impfung

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie