Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh)

Rheuma-Therapie

Neue Daten unterstreichen: Kein Absetzen der Medikamente aus Angst vor SARS-CoV-2, Hygiene- und Abstandsregelungen weiterhin befolgen.

Berlin – Weltweit untersuchen Wissenschaftler, wie sich eine SARS-CoV-2-
Infektion auf Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen auswirkt,
um daraus Handlungsempfehlungen für die Therapie abzuleiten. „Ob Patienten
mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen besonders gefährdet sind, sich
mit dem Virus zu infizieren und ob sie – im Falle einer Infektion – ein erhöhtes
Risiko für einen schweren Verlauf der Viruserkrankung haben, ist Stand heute
weitestgehend unbekannt“, sagt Professor Dr. med. Hendrik Schulze-Koops,
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh). Die DGRh
rät Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen daher, wie allen
anderen Patienten auch, die Abstands- und Hygieneempfehlungen des Robert-
Koch-Instituts strikt einzuhalten.
 
Zugleich rät die DGRh Patienten, die Therapie ihrer rheumatischen Erkrankung
unverändert fortzuführen, solange keine Infektion mit dem Virus nachgewiesen ist und
die Patienten keine Symptome einer COVID-19-Erkrankung aufweisen. „Die Sorge ist
begründet, dass eine Rheumaerkrankung wieder aktiv werden könnte und dann zur
Therapie sogar höhere Mengen von immunsuppressiven Medikamenten, wie zum Beispiel
Kortison, notwendig wären“, betont Professor Schulze-Koops.

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